Katja Sturm-Schnabl
Katja Sturm-Schnabl wird am 17. Februar 1936 in Zinsdorf/Svinča vas bei Klagenfurt/Celovec in Kärnten geboren. Sie wächst auf dem Gutshof ihrer Familie auf. Ihre Familie ist kulturell sehr aktiv und gehört der Volksgruppe der Kärntner SlowenInnen an. Im April 1942 wird die Familie von den NS-Behörden gemeinsam mit anderen Familien vertrieben und ins Lager Ebenthal bei Klagenfurt gebracht. In einem Lager des NS-Regimes erkrankt ihre ältere Schwester und stirbt unmittelbar nach einer Injektion, die der Lagerarzt ihr gegeben hat. Erst nach 1945, im Alter von neun Jahren ist es ihr erstmals möglich, die Schule zu besuchen. Für sie gehen die Ausgrenzungserfahrungen in der Schulzeit weiter.
In Wien studiert sie Slawistik, südslawische Literatur und Kunstgeschichte. Ab 1984 lehrt Katja Sturm-Schnabl am Institut für Slawistik der Universität Wien. Für ihre Tätigkeit als Zeitzeugin wird ihr 2015 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.
Das Interview mit Katja Sturm-Schnabl ist 2015 entstanden und dauert in voller Länge drei Stunden. Dieses Videoporträt wurde von Markus Barnay wie eine Kurzdokumentation gestaltet und weist einen dramaturgischen Erzählbogen auf.
Dieses 25-minütige Interview hingegen ist weniger als eigenständiger Kurzfilm gedacht, sondern steht im Zusammenhang mit dem auf seiner Basis erarbeiteten Lernmodul ("Überleben als Kärntner Slowenin"). Es besteht aus einer Aneinanderreihung von Sequenzen, die Maria-Theresia Moritz, die Verfasserin des Lernmoduls, ausgewählt hat.